Fragen und Antworten zur synodalen Veränderung

IHRE FRAGE:   
Werden die Ehrenamtlichen „entmachtet“?

UNSERE ANTWORT:

Auf der Ebene der bisherigen Pfarrei wird es spätestens am 1.1.2022  keinen Pfarrgemeinderat oder Verwaltungsrat mehr geben. Eigenständiges ehrenamtliches Engagement kann sich dennoch weiterhin entwickeln und erhält sogar mehr Freiraum als bisher. Es sollen sich Teams von Ehrenamtlichen vor Ort bilden. Diese Teams sind Ansprechpartner für die Menschen vor Ort und gestalten hier das kirchliche Leben, es kann Teams für pastorale Fragen geben und für Verwaltungs- und Vermögensthemen. Die Teams erhalten eine Beauftragung und je nach Bedarf ein Budget. Es gibt ja auch viele Ehrenamtliche, die nicht in Räten eingebunden sind, z.B. in der Liturgie, in der Katechese und in diakonischen Projekten und Einrichtungen etwa. Das Engagement dieser Menschen zu fördern und sie gut zu unterstützen, ist ein zentrales Anliegen der Synode. Die Kirche lebt von all diesen Orten, Einrichtungen und Engagierten. Auf der Ebene der neu zu errichtenden Pfarrei Cochem-Zell bzw. Kaisersesch wird  ein Rat gewählt werden.

 

IHRE FRAGE:
Wo werden in Zukunft Entscheidungen getroffen?

UNSERE ANTWORT:

Entscheidungen werden auf unterschiedlichen Ebenen getroffen.

Für die Themen vor Ort werden die Teams vor Ort selbst die meisten Entscheidungen treffen. Einen Rahmen dafür geben der Auftrag und das Budget.

Gemeindeteams und weitere Gruppierungen vor Ort senden Vertreter in die Synodalversammlung der neu zu errichtenden Pfarrei, die zweimal im Jahr tagt und übergeordnete Fragen bespricht. Diese Synodalversammlung wählt zusammen mit allen Gläubigen den Rat der Pfarrei. Der Rat der Pfarrei ist das hauptverantwortliche Gremium. In einem Einkammer- oder Zweikammersystem wird ein Vermögensgremium über das Gesamtvermögen der Pfarrei entscheiden.

 

IHRE FRAGE:
Wird den jetzigen Pfarreien das Vermögen genommen? 

UNSERE ANTWORT:

Die bisherigen Pfarreien mit ihrer Vermögensverwaltung wird es in dieser Form nicht mehr geben. Mit der Fusion der Pfarrei wird auch das Vermögen fusionieren und in den Besitz der Pfarrei der Zukunft übergehen. Aber vor Ort wird es Teams geben, die der Rat der neuen Pfarrei mit Budgets für die von ihnen übernommenen Aufgaben ausstatten kann. Zweckgebundenes Vermögen darf weiterhin nur für diesen bestimmten Zweck verwendet werden. Auch Spenden bzw. Erlöse bei Festen, die für einen bestimmten Zweck vorgesehen sind, können nur für diesen Zweck verwendet werden. Vereine und Verbände werden weiterhin ihre Ressourcen erhalten bleiben.

 

IHRE FRAGE:
Gibt es in Zukunft bei uns noch ein Pfarrbüro? 

UNSERE ANTWORT:

In den neu zu errichtenden Pfarreien wird es ein zentrales Pfarramt geben, wo die Verwaltungsarbeit geleistet wird. Zugleich werden an einigen Orten Kirchenbüros eingerichtet, die wie die bisherigen Pfarrbüros Anlaufstellen vor Ort sind. Die Büros sind mit dem Pfarramt digital verbunden.

 

IHRE FRAGE:
Wird das hauptamtliche Personal nur noch am zentralen Pfarrort zu erreichen sein? 

UNSERE ANTWORT:

Ein zentrales Pfarramt wird eingerichtet. Dort wird die Leitung der zukünftigen Pfarrei Ihren Sitz haben. Weitere hauptamliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Priester, Diakone, GemeindereferentInnen, PastoralreferentInnen) werden dezentral an mehreren Dienstorten, voraussichtlich an den bisherigen Pfarrorten eingesetzt. Sie sollen in der Nähe der Ehrenamtlichen eingesetzt sein, um sie zu unterstützen.

 

IHRE FRAGE:
Wird es nur EINEN Pfarrer und EINE Gemeindereferentin bzw. Gemeindereferenten in der Pfarrei der Zukunft geben? 

UNSERE ANTWORT:

In der Pfarrei der Zukunft gibt es ein Leitungsteam, das aus drei Hauptamtlichen sowie nach Möglichkeit aus zwei Ehrenamtlichen besteht. Einer der Hauptamtlichen ist der Leitende Pfarrer der zukünftigen Pfarrei. Zusätzlich zum Leitungsteam wird es weitere hauptamtliche MitarbeiterInnen geben, sowohl Priester wie Diakone, GemeindereferentInnen und PastoralreferentInnen, die die Seelsorge mitgestalten. In den ersten Jahren wird die Zahl etwa so bleiben wie jetzt.

 

IHRE FRAGE:
In welche Richtung möchte die Kirche von Trier in Zukunft gehen? 

UNSERE ANTWORT:

Die Kirche im Bistum Trier wird in Zukunft missionarisch - diakonisch ausgerichtet sein. Das bedeutet, sich mitten unter die Menschen zu begeben, ob Nahe oder Fernstehende, insbesondere sich solidarisch zu erklären mit den Leidenden und für sie da zu sein im Sinne Jesu: "Was willst Du, das ich Dir tue?" (Mk 10,51)  Kirche will einladend wirken, aber nicht vereinnahmend.

 

IHRE FRAGE:
Wann wird die neue Pfarrei errichtet? 

UNSERE ANTWORT:

Die beiden neu zu errichtenden Pfarreien Cochem-Zell und Kaisersesch gehören nicht zu den ersten, die an den Start gehen werden. Aber bis spätestens zum 1.1.2022, sollen alle neuen Pfarreien erreichtet sein. Wir werden bereits jetzt beginnen verstärkt inhaltlich zusammenarbeiten in der neu entstehenden Struktur.